Valiant steigert Zinsmarge und Jahresgewinn

Im vergangenen Jahr hat Valiant etwas Besonderes im aktuellen Niedrigzinsumfeld erreicht: Sie wuchs bei den Ausleihungen und steigerte gleichzeitig die Zinsmarge um zwei Basispunkte auf 1,12 Prozent. Im Zuge des besseren Zinsergebnisses stieg der Konzerngewinn auf 120,3 Mio. Franken (+0,9%). Von diesem erfreulichen Ergebnis profitieren auch die Aktionäre. Die Dividende soll an der kommenden Generalversammlung zum vierten Mal in Folge erhöht werden.
13/02/2019, Financial News, Medienmitteilung

Es ist ein seltenes Kunststück in der Schweizer Bankenlandschaft, das Valiant im letzten Jahr geschafft hat: Die Erhöhung der Zinsmarge bei gleichzeitigem Wachstum und weiterhin vorsichtiger Risikopolitik. Entsprechend glücklich ist CEO Markus Gygax: «Mit einem Halten der Zinsmarge auf 1,10 Prozent wäre ich zufrieden gewesen. Über die Steigerung um zwei Basispunkte auf 1,12 Prozent bin ich hoch erfreut. Davon hätte ich Anfang Jahr nicht zu träumen gewagt.»

Zinsaufwand weiter gesenkt
Zur höheren Zinsmarge hat der tiefere Zinsaufwand (-20,3%) massgeblich beigetragen, den Valiant unter anderem dank der Emissionen ihrer Covered Bonds erreichte. Das Brutto-Zinsergebnis stieg auf 307,3 Mio. Franken, das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Da das Zinsergebnis der wichtigste Pfeiler des Konzernergebnisses von Valiant ist, fiel dieses ebenfalls höher aus. Der Gewinn legte um 0,9 Prozent auf 120,3 Mio. Franken zu. Der Geschäftserfolg, die operative Leistung der Bank, kletterte sogar um 11,5 Prozent auf 151,9 Mio. Franken. «Damit haben wir die angestrebten Ergebnisziele erreicht», resümiert Markus Gygax.

Neuer CEO will Anlagegeschäft stärken
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hingegen wurde das Ziel verpasst. Es verharrte auf dem Vorjahreswert von 62,3 Mio. Franken. Damit konnte Valiant die Trendwende aus dem Jahr 2017 nicht bestätigen, als das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft deutlich zulegte. In diesem Bereich will der neugewählte CEO Ewald Burgener, der das Steuer im kommenden Mai übernehmen wird, den Hebel ansetzen: «Mit dem Kommissions- und Dienstleistungsergebnis dürfen wir nicht zufrieden sein. Wir müssen hier zulegen und mehr wiederkehrende Erträge generieren. Insbesondere das Anlagegeschäft ist ein wichtiger Ertragspfeiler unserer Bank, den es weiter zu stärken gilt.»

Der übrige ordentliche Erfolg nahm aufgrund der ausserordentlichen, bereits kommunizierten Dividendenzahlung der Aduno Holding AG um 29,3 Prozent auf 23,3 Mio. Franken zu. Diese Zahlung wurde mit der Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 9 Mio. Franken ausgeglichen.

Erträge steigen schneller als die Kosten
Insgesamt hat Valiant die Kosten trotz Expansionsstrategie gut im Griff. Der Geschäftsaufwand blieb gegenüber Vorjahr konstant bei 226,0 Mio. Franken. Der Personalaufwand war zwar höher (+2,4%) wurde aber durch einen tieferen Sachaufwand (-2,9%) kompensiert. Wichtig ist für CEO Markus Gygax, «dass unsere Erträge schneller steigen als die Kosten. Mit einem Plus von 4,1 Prozent beim Betriebsertrag (CHF 404,1 Mio.) bei konstanten Kosten haben wir dieses Ziel sehr gut erreicht». Die Cost-Income-Ratio sank auf 55,9 Prozent (Vorjahr: 58,3%). Aufgrund der Expansionsstrategie und der Anstellung von zusätzlichen Kundenberatenden für Private und KMU werden die Personalkosten auch im laufenden Jahr steigen.

Vorsichtiges Wachstum bei den Ausleihungen
Aufgrund ihrer vorsichtigen Risikopolitik und den vorhandenen Risiken auf dem Immobilienmarkt hat Valiant das Tempo in ihrem Kerngeschäft bewusst tief gehalten. Trotzdem wuchs sie bei Hypotheken und KMU-Krediten erfreulich. Die Ausleihungen stiegen insgesamt um 2,1 Prozent auf 24,0 Milliarden Franken. Die Hypotheken erreichten 22,5 Mrd. Franken (+2,6 Prozent). Die Kundengelder sanken um 2,3 Prozent auf 18,3 Mrd. Franken, weil Valiant bewusst Abflüsse in Kauf nahm. Auch im kommenden Jahr wird die Bank an ihrer Vorgabe festhalten: Wachstum ist zwar wichtig, aber nicht um jeden Preis. Profitabilität geht vor.

Bestehende Kapazitäten besser auslasten
Die laufende Strategieperiode 2016 bis 2020 nähert sich ihrem Ende. Die Zahlen beweisen, dass die Strategie 2020 gut funktioniert. In den neuen Marktgebieten, die Valiant erschlossen hat, wurden im letzten Jahr Geschäfte im Umfang von über 200 Mio. Franken abgeschlossen. Zudem konnte mit der Integration der Triba ein zusätzliches Volumen von rund 1 Milliarde Franken mit den bestehenden Kapazitäten im Middle-/Backoffice und in der IT verarbeitet werden. «Das ist der Weg, den wir gehen müssen», sagt Jürg Bucher, Präsident des Verwaltungsrates. «Wir haben das Potenzial, unsere Infrastruktur ohne Zusatzkosten noch besser auszulasten und damit die Effizienz weiter zu erhöhen.» Im 2019 sind neue Geschäftsstellen in St. Gallen, Wil und Rheinfelden geplant. Dazu wird der KMU-Standort in Winterthur aufgebaut.

Neue Strategie folgt im Herbst 2019
Verwaltungsrat und Geschäftsleitung werden sich in den kommenden Monaten intensiv mit der Zukunft von Valiant beschäftigen. Das herkömmliche Retailbanking ist unter Druck und die Herausforderungen bleiben gross. Valiant packt diese aktiv an. Die neue Strategie bis 2024 wird diesen Herbst präsentiert. Sie soll unter anderem die neue Vision von Valiant konkretisieren: «Valiant macht den Privatpersonen und KMU der Schweiz das Finanzleben am einfachsten.» 

Vierte Dividendenerhöhung in Folge
Mit ihrem erfreulichen Jahresergebnis 2018 hat Valiant einmal mehr bewiesen, dass sie solide aufgestellt ist und ihr Geschäftsmodell auch im Niedrigzinsumfeld funktioniert. Das Eigenkapital beträgt neu 2,3 Mrd. Franken und die Gesamtkapitalquote 16,5 Prozent. Sie übertrifft damit die von der Finanzmarktaufsicht FINMA geforderten 12 Prozent deutlich. Davon profitieren erneut die Aktionäre. An der Generalversammlung im kommenden Mai in Luzern soll die Dividende um 40 Rappen auf 4,40 Franken erhöht werden. Das wäre die vierte Erhöhung in den letzten vier Jahren.

Änderungen im Verwaltungsrat
Valiant stellt auch die personellen Weichen für die Zukunft. Wie bereits kommuniziert, wird der heutige CEO Markus Gygax an der Generalversammlung vom 16. Mai 2019 in Luzern als Mitglied des Verwaltungsrates vorgeschlagen. Zur Wahrung einer guten Corporate Governance wird er während des ersten Jahres nicht im Nominations- und Vergütungsausschuss Einsitz nehmen und künftig auch nicht dem Prüfungs- und Risikoausschuss angehören. Othmar Stöckli wird nicht mehr zur Wahl in den Verwaltungsrat antreten. Die Anzahl der Mitglieder bleibt bei acht Personen, davon vier Frauen und vier Männer. Wie bereits kommuniziert wird der heutige Finanzchef, Ewald Burgener, am Tag nach der Generalversammlung die Nachfolge von Markus Gygax als CEO antreten.

Positiver Ausblick 2019
Valiant rechnet im laufenden Jahr mit einem leicht höheren Konzerngewinn als 2018. Wichtigste Ziele sind: Zinsmarge möglichst halten bei einem Wachstum der Ausleihungen von rund 3 Prozent sowie das Kommissions- und Dienstleistungsergebnis verbessern.

Dokumente und Informationen sowie Bilder und Videos zum Jahresergebnis von Valiant sind hier aufgeschaltet: valiant.ch/ergebnisse

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