
Wie Valiant Nähe erzeugt
Frau Düing, wie weit sind Sie mit der Entwicklung des Filialnetzes in der Ostschweiz?
In St. Gallen, Wil und Rapperswil sind wir gut auf Kurs. Unsere Bekanntheit steigt, wir werden immer besser wahrgenommen, haben aber noch Luft nach oben. In Frauenfeld werden wir gegen Ende dieses Jahres eine neue Geschäftsstelle mitten im Zentrum an der Kirchgasse beziehen können. Dadurch erhoffen wir uns zusätzlichen Schub, obwohl Kundinnen und Kunden bereits jetzt in unserem Provisorium an der Freiestrasse persönliche Beratung in allen Finanzfragen erhalten.
Online und über Apps ist Valiant für alle erreichbar. Weshalb braucht es physische Standorte?
Digitale Dienstleistungen erleichtern vieles im alltäglichen Umgang mit finanziellen Angelegenheiten. Aber es braucht nach wie vor beides, also auch die physische Verfügbarkeit von Bankberatenden. Viele Fragen zu komplexen Themen wie Vorsorge oder Hypotheken lassen sich von Angesicht zu Angesicht einfacher und rascher beantworten. Zudem wollen wir als in der Region noch wenig bekannte Bank für die Menschen sichtbar sein. Lokale Präsenz schafft Vertrauen. Nicht zuletzt sind Geschäftsstellen auch eine Visitenkarte. Entsprechend fortschrittlich sind die neuen Standorte ausgestattet: ohne Pomp, aber kundenfreundlich an zentraler Lage.
«Unser Konzept setzt auf gut vernetzte Mitarbeitende, auf ‹alte Hasen› im Finanzgeschäft, die in der Region wohnen und sich auch lokal engagieren.»
Nach welchen Kriterien sind die neuen Standorte bestimmt worden?
Wir suchen die Nähe zu den Menschen und wollen uns lokal verankern. Das funktioniert in kleineren Städten besser als in einer anonymen Grossstadt. Die gewählten Standorte verfügen über ein grosses Einzugsgebiet mit sichtbarem Wachstumspotenzial – deshalb rechnen wir uns gute Chancen aus, neue Kundinnen und Kunden gewinnen zu können.
Wie wollen Sie mit nur einer Geschäftsstelle in einem ganzen Wachstumsgebiet Nähe zu den Kundinnen und Kunden erreichen?
Unser Konzept setzt auf gut vernetzte Mitarbeitende, auf «alte Hasen» im Finanzgeschäft, die in der Region wohnen und sich auch lokal engagieren. Das Gleiche tun wir als Unternehmen: Wir engagieren uns mit Sponsoringaktivitäten, sind an Veranstaltungen präsent. Gegenüber Kundinnen und Kunden schaffen wir Nähe in den Geschäftsstellen mit langen Öffnungszeiten, zudem stehen die Beratenden nach Terminvereinbarung persönlich zur Verfügung. Vor allem aber setzen wir auch mobile Beratende ein. Sie treffen die Kundinnen und Kunden dort, wo diese es wünschen. Sie bringen Valiant gewissermassen zu den Leuten in der Region.
Gibt es lokale Besonderheiten, auf die Sie sich einstellen mussten?
In der Ostschweiz vergleichen und kalkulieren die Menschen scharf. Sie sind zurückhaltender im Umgang als beispielsweise die Romands, es dauert ein wenig länger, bis sie «auftauen». Umso mehr Überzeugungsarbeit müssen unsere Beratenden leisten. Und dennoch: Unsere Erfahrungen zeigen, dass Valiant als Alternative zu den bestehenden Banken durchaus willkommen ist.
Lokal in der Ostschweiz
Als eine von wenigen Schweizer Banken erweitert Valiant das Filialnetz. Seit der Eröffnung von Standorten in St. Gallen (im Bild) und Wil (beide im November 2019) sowie in Rapperswil (November 2020) gehört auch die Ostschweiz zum Wirkungskreis der Bank. Als nächste Neueröffnung steht 2021 die Geschäftsstelle in Frauenfeld an. Der Ausbau aller Filialen erfolgt nach neuem Konzept, mit Videoempfang und einer Mischung aus digitalen Dienstleistungen und persönlicher Beratung vor Ort, ergänzt durch mobile Beraterinnen und Berater.

Haben unter der Woche von 08:30 bis 18:30 Uhr geöffnet: die Geschäftsstellen St. Gallen (im Bild), Wil und Rapperswil.



