
«Es ist ein Lernprozess»
2014 entschloss sich Matthias Strebel, in die Firma seiner Eltern einzusteigen. Die Anta Swiss AG in Knonau (ZH) ist bekannt für den formschönen «Abfallhai» aus Chromstahl, der in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich Strassen und Plätze ziert. Matthias, studierter Elektroingenieur, wollte vor allem den Solar-Presshai weiterentwickeln, der Müll zusammenstauchen kann und seltener geleert werden muss. Weil das Abfallmanagement immer digitaler wird, holte er seinen älteren Bruder Thomas, einen Informatiker, mit an Bord.
«Im Familienrat wird Tacheles geredet.»
«Dass beide Söhne in die Firma kommen, war wie ein Sechser im Lotto», sagt Mutter Jacqueline. Wie aber gelang es, die elterliche und die geschäftliche Rolle zu trennen? «Nicht reibungslos», gibt Vater Marcel zu, «obwohl das Vertrauen von Anfang an gross war.» Die Lösung: Familie Strebel zog einen externen Coach hinzu. «Wir haben uns ausgesprochen und Regeln festgelegt, an die wir uns halten.» Zudem wurde ein regelmässig tagender Familienrat eingeführt.
2020 haben die Söhne die Firma gekauft. «Dieser Schritt war wichtig», sagt Marcel Strebel, der mit seiner Frau im Verwaltungsrat verblieben ist. «Zu einer erfolgreichen Partnerschaft gehört eine saubere Abgrenzung der Kompetenzen. Die Verantwortung liegt jetzt bei den Jungen. Und auch wenn ich manchmal denke, ich würde etwas anders machen: Entweder es kommt gut – oder es ist ein guter Lernprozess.»



