Blog

Mann sitzt vor seinem Lapotop.
Sicherheit

Phishing bleibt eine Bedrohung

Phishing bleibt weiterhin eine der häufigsten Cyberbedrohungen – auch für Banken und ihre Kundschaft.
Kommunikation-15.07.2026|6min
FacebookShare on Facebook
X.comShare on X
LinkedInShare on LinkedIn
Copy Link
E-MailShare by Email

Gerade Finanzinstitute stehen in Bezug auf Phishing besonders im Fokus von Cyberkriminellen, da sie einen direkten Zugang zu sensiblen Daten und finanziellen Transaktionen ermöglichen. Auch in der Schweiz beobachten Sicherheitsbehörden eine anhaltend hohe Zahl an Phishingversuchen, die gezielt Kundinnen und Kunden von Banken ansprechen. Für Finanzdienstleistende wie Valiant, ist deshalb nicht nur der eigene Schutz entscheidend, sondern auch derjenige der Kundschaft und eine entsprechende Sensibilisierung. Nur wenn beide Seiten aufmerksam bleiben, lässt sich das Risiko solcher Betrugsversuche wirksam reduzieren. 

Aber was ist Phishing genau?

Beim Phishing versuchen Kriminelle über gefälschte Nachrichten oder Webseiten vertrauliche Informationen zu erhalten. Häufig geben sie sich als Bank, Paketdienst, Onlineplattform oder Behörde aus. Ziel ist es, an Zugangsdaten von E-Banking, Kreditkartendaten oder persönlichen Informationen zu gelangen. Die Angreifer nutzen dabei meist E-Mails, SMS, Messenger oder Telefonanrufe, um Vertrauen aufzubauen und ihre Opfer zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen.

Aktuell sind folgende Betrugsarten häufig:

  • Smishing – «Fischen» von Daten über SMS und Messenger Nachrichten
    Nutzerinnen und Nutzer erhalten eine Nachricht, die angeblich von einem bekannten Unternehmen stammt. Oft wird behauptet, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte oder dass ein Konto überprüft werden müsse. Ein enthaltener Link führt auf eine täuschend echt gestaltete Webseite, auf der die Opfer ihre Zugangsdaten eingeben sollen.
  • Vishing – Übers Telefon an vertraute Daten gelangen
    Auch Vishing ist eine häufige Betrugsmasche. Dabei rufen Kriminelle ihre Opfer direkt an und geben sich als Mitarbeitende einer Bank oder eines technischen Supports aus. Sie behaupten beispielsweise, es gebe verdächtige Aktivitäten auf dem Konto oder ein Sicherheitsproblem im E-Banking. Unter Zeitdruck versuchen sie, Zugangsdaten oder Sicherheitscodes zu erhalten. Gerade bei Bankkundinnen und Bankkunden kann diese Methode besonders wirkungsvoll sein, da die Anrufer sehr überzeugend auftreten und teilweise bereits über grundlegende Informationen verfügen.
  • Quishing – Phishing über manipulierte QR-Codes
    Eine eher neue und zunehmend verbreitete Technik ist Quishing, also Phishing über QR-Codes. Dabei verstecken Kriminelle einen betrügerischen Link in einem QR-Code, der beispielsweise in E-Mails, auf Webseiten oder sogar auf gedruckten Dokumenten erscheinen kann. Sobald der Code mit dem Smartphone gescannt wird, gelangt die Person auf eine gefälschte Webseite, die oft einer echten Login-Seite von Banken oder Onlineplattformen ähnelt. Da QR-Codes im Alltag immer häufiger verwendet werden, erkennen viele Nutzerinnen und Nutzer diese Gefahr nicht sofort.

 

Weiter nutzen Cyberkriminelle zunehmend auch künstliche Intelligenz, um ihre Nachrichten glaubwürdiger und professioneller erscheinen zu lassen.

Richtiges Verhalten ist wichtig

Für Finanzdienstleistende wie Valiant ist es zentral, nebst eigene technische Schutzmechanismen zu betreiben, auch aktiv zur Sensibilisierung der Kundinnen und Kunden beizutragen. Eine gut informierte Kundschaft ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten Sicherheitsstrategie. 
Kundinnen und Kunden sollten verdächtige Nachrichten immer kritisch prüfen und im Zweifel direkt ihre Bank kontaktieren. Wenn Kundinnen oder Kunden den Verdacht haben, Opfer eines Phishingversuchs geworden zu sein oder bereits sensible Daten eingegeben haben, sollten sie dies sofort Valiant melden. Eine umgehende Meldung ist wichtig, damit mögliche Schutzmassnahmen rasch eingeleitet werden können. Werden Betrugsversuche früh gemeldet, kann die Bank schnell reagieren und beispielsweise betrügerische Webseiten vom Netz entfernen lassen.

Durch das Zusammenspiel von technischen Schutzmassnahmen, internen Sicherheitsprozessen und einer gut informierten Kundschaft lässt sich das Risiko von Phishing wirksam reduzieren. Nur durch diese gemeinsame Aufmerksamkeit lässt sich verhindern, dass Cyberkriminelle erfolgreich an vertrauliche Daten oder finanzielle Mittel gelangen. 

 

Valiant fragt niemals per E-Mail, SMS oder am Telefon nach Passwörtern oder vollständigen Zugangsdaten. Verdächtige Links sollten nicht angeklickt, und QR-Codes nur aus vertrauenswürdigen Quellen gescannt werden. Zusätzliche Sicherheit bietet die Zwei-Faktor-Authentifizierung im E-Banking.

 

Weitere Sicherheitstipps finden Sie online: valiant.ch/sicherheit

Das könnte Sie auch interessieren