
Tipps für KMU zu Cybersicherheit
Unternehmensnetzwerke stellen aufgrund ihrer meist höheren Komplexität, der Vielzahl eingesetzter Systeme und der unterschiedlichen Abhängigkeiten hohe Anforderungen an die Cybersicherheit. Erfolgreiche Cyberangriffe können erhebliche wirtschaftliche Folgen haben und im schlimmsten Fall den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen oder vollständig zum Erliegen bringen. Umso wichtiger sind geeignete technische und organisatorische Massnahmen, um Cyberrisiken gezielt zu reduzieren.
Die Cyberbedrohungslage entwickelt sich laufend weiter. Unternehmen sind deshalb gefordert, ihre Risiken regelmässig zu überprüfen und ihre Sicherheitsmassnahmen entsprechend anzupassen. Aus diesem Grund hat Valiant das Thema Cybersicherheit in ihre Unternehmensforen aufgenommen. Am Netzwerk-Anlass zeigen die Experten auf, mit welchen Massnahmen Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen stärken können. Zudem erfahren die Teilnehmenden, wie sie im Ernstfall richtig reagieren.
Wichtigste Merkpunkte
- Orientieren Sie sich bei der Beurteilung von Cyberrisiken und der Umsetzung geeigneter Sicherheitsmassnahmen an Empfehlungen und Leitfäden etablierter Institutionen, beispielsweise des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS).
- Identifizieren Sie die geschäftskritischen Prozesse, Systeme und Daten Ihres Unternehmens. Priorisieren Sie die Schutzmassnahmen anhand ihrer Bedeutung und der bestehenden Risiken.
- Setzen Sie auf eine Kombination aus technischen und organisatorischen Sicherheitsmassnahmen. Dazu gehören beispielsweise regelmässige Updates, sichere Zugriffsverfahren, Datensicherungen und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden.
- Definieren Sie klare Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Ansprechstellen für die Informationssicherheit sowie für den Umgang mit Cybervorfällen.
- Bereiten Sie sich auf den Ernstfall vor. Ein dokumentierter und regelmässig überprüfter Notfallplan hilft Ihnen, bei einem Cyberangriff schnell und koordiniert zu reagieren und den Geschäftsbetrieb wiederherzustellen.
Unternehmensnetzwerke und ihre besonderen Herausforderungen
Unternehmensnetzwerke sind häufig über längere Zeit gewachsene IT-Umgebungen mit zahlreichen Systemen, Anwendungen und Schnittstellen zu Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und externen Dienstleistenden. Diese Vernetzung schafft betriebliche Vorteile, erhöht gleichzeitig aber auch die Anforderungen an die Informationssicherheit.
Bereits kurzzeitige Störungen oder Ausfälle geschäftskritischer Systeme können erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Hinzu kommen mögliche Datenverluste, Reputationsschäden und rechtliche Konsequenzen.
Um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen und anderen IT-Störungen – die sogenannte IKT-Resilienz – zu stärken, sind geeignete Schutzmassnahmen erforderlich. Dabei geht es nicht nur darum, Angriffe möglichst zu verhindern, sondern auch darum, Sicherheitsvorfälle frühzeitig zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und den Geschäftsbetrieb rasch wiederherzustellen.
Nicht jede Sicherheitsmassnahme ist mit hohen Kosten verbunden. Gerade für KMU gibt es zahlreiche wirkungsvolle Massnahmen, die sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen lassen. Entscheidend ist, die vorhandenen Ressourcen dort einzusetzen, wo die grössten Risiken bestehen und ein Ausfall besonders schwerwiegende Folgen hätte.
Leitfäden und Merkblätter nutzen
Wie können KMU diese anspruchsvolle Aufgabe angehen? Und wie stellen sie sicher, dass wesentliche Sicherheitsrisiken und Schutzmassnahmen berücksichtigt werden?
Verschiedene etablierte Institutionen stellen praxisorientierte Leitfäden, Checklisten und Empfehlungen zur Verfügung, die Unternehmen bei der systematischen Verbesserung ihrer Cybersicherheit unterstützen. Diese Hilfsmittel bieten insbesondere KMU eine wertvolle Orientierung, um Risiken zu erkennen, geeignete Massnahmen festzulegen und bestehende Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen.
Ein guter Einstieg ist die Seite «Grundschutz: Schützen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Behörde» des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS).
Das BACS stellt auf der genannten Seite konkrete Empfehlungen für technische und organisatorische Sicherheitsmassnahmen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem die Inventarisierung der IT-Infrastruktur, regelmässige Datensicherungen, Sicherheitsupdates, sichere Zugriffsverfahren, die Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie die Vorbereitung auf mögliche Cybervorfälle.
Die Empfehlungen helfen Unternehmen, ihre Informationssicherheit schrittweise zu verbessern und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen nachhaltig zu stärken.
Weitere Informationen rund um die Sicherheit und Betrugsprävention finden Sie auf valiant.ch/sicherheit.
Sicherheit beim E-Banking
Digitale Gefahren sind längst Teil unseres Alltags. Oft genügt ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon klicken wir auf einen betrügerischen Link, tippen Daten auf einer gefälschten Webseite ein oder geben am Telefon vertrauliche Informationen preis. Deshalb engagiert sich Valiant für mehr Sicherheit im digitalen Raum und unterstützt die unabhängige Plattform «E-Banking – aber sicher!» der Hochschule Luzern. Sie zeigt konkrete Schutzmassnahmen auf, bietet vielfältige Kurse an und gibt Tipps, was im Betrugs fall zu tun ist.



