
Vorsicht vor Social Engineering
Um an vertrauliche Informationen zu gelangen, nutzen Kriminelle oft Ihre Gutgläubigkeit, Hilfsbereitschaft oder Unsicherheit aus. Ob fingierte Telefonanrufe, falsche Polizisten oder Phishing-Attacken – beim Social Engineering sind Sie als Mensch immer das Angriffsziel. Der beste Schutz ist «gesundes Misstrauen».
So schützen Sie sich vor Social-Engineering-Angriffen, indem Sie…
- möglichst wenig persönliche Informationen über sich preisgeben. Besonders in sozialen Netzwerken sollten Sie sehr sparsam mit Ihren Daten umgehen.
- Passwörter und Codes – wie zum Beispiel Karten-PINs oder Online-Banking-Zugangsdaten – nie einer anderen Person mitteilen. Zugangsdaten oder PIN-Codes gehören Ihnen!
- bei Anfragen per E-Mail oder Telefon misstrauisch bleiben – vor allem, wenn Druck auf Sie ausgeübt wird. Auch E-Mails von bekannten Absendern und Anrufe von bekannten Telefonnummern können gefälscht sein!
Social-Engineering-Angriffe haben häufig das Ziel, Ihnen persönliche oder vertrauliche Informationen (z. B. Zugangsdaten, Passwörter usw.) zu entlocken, um diese dann unbefugt einzusetzen.
Kriminelle versuchen als ersten Schritt möglichst viele Informationen über Sie zu sammeln. Denn je mehr diese wissen, desto leichter lassen Sie sich täuschen. So kann sich der Angreifer später als eine Ihnen bekannte Person ausgeben.
Das Internet eignet sich ideal, um an Informationen zu gelangen. Vor allem soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn, Instagram & Co. enthalten viele persönliche Daten. Mit diesen Informationen kann Sie ein Angreifer gezielt ansprechen und wirkt dadurch vertrauenswürdig.
Generell schützt Sie nur ein gesundes Mass an Misstrauen gegenüber Fremden – aber auch gegenüber (vermeintlich) bekannten Personen. Oft hilft es, sich selbst zu hinterfragen – zum Beispiel, welche Informationen Sie von sich preisgeben und an wen.
Beenden Sie im Verdachtsfall die Kommunikation
Werden Sie unerwartet kontaktiert oder kommt Ihnen etwas verdächtig vor, geben Sie keine weiteren Informationen preis und brechen Sie die Kommunikation ab. Sollte Ihnen im Zusammenhang mit E-Banking etwas verdächtig vorkommen, teilen Sie nichts mit und informieren Sie sofort Ihr Finanzinstitut. Die Kontaktdaten finden Sie auf Kontoauszügen.
Beispiele für Social-Engineering-Angriffe
- Sie erhalten eine E-Mail, die Sie auffordert, einen Link zu öffnen und sich einzuloggen oder persönliche Informationen preiszugeben.
- Jemand ruft Sie an und möchte Ihnen im Rahmen einer Umfrage Fragen stellen (z.B. zu Ihrem Einkommen oder zu Sicherheitsmassnahmen am Computer).
- Ein Angreifer fälscht den Absender einer E-Mail und gibt sich so als bekannte Person aus (möglicherweise enthält der Anhang Schadsoftware).
- Sie bekommen eine E-Mail von Ihrer Chefin oder Ihrem Chef, in der Sie aufgefordert werden, dringend eine Zahlung zu tätigen.
- An Ihrem Arbeitsplatz taucht jemand auf, der sich als Informatiker ausgibt und vorgibt, an Ihrem Computer Unterhaltsarbeiten durchführen zu müssen.
- Eine Person gibt sich als Techniker aus (z. B. einer Telefongesellschaft oder eines Elektrizitätswerks) und versucht, Zugang zu Ihrem Computer, Ihrem Haus oder Ihrem Unternehmen zu bekommen.
- Social-Engineering-Angriffe gehen sogar so weit, dass sich Personen gezielt auf eine Stelle in einem Unternehmen bewerben, um dann spezifische Informationen zu stehlen.
Kommt Ihnen etwas suspekt oder ungewohnt vor, seien Sie vorsichtig.
Weitere Informationen rund um die Sicherheit und Betrugsprävention finden Sie auf valiant.ch/sicherheit.
Sicherheit beim E-Banking
Digitale Gefahren sind längst Teil unseres Alltags. Oft genügt ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon klicken wir auf einen betrügerischen Link, tippen Daten auf einer gefälschten Webseite ein oder geben am Telefon vertrauliche Informationen preis. Deshalb engagiert sich Valiant für mehr Sicherheit im digitalen Raum und unterstützt die unabhängige Plattform «E-Banking – aber sicher!» der Hochschule Luzern. Sie zeigt konkrete Schutzmassnahmen auf, bietet vielfältige Kurse an und gibt Tipps, was im Betrugs fall zu tun ist.



